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27 Juli 2017

Wie man Menschen in der Produktion begünstigen kann und Maschinen fair Besteuert.

Die Schweitzer Sozialdemokraten wollen jetzt eine Strafsteuer für Selbstbeidehnungskassen in Höhe von zwei Kassierer Gehältern einführen. Der Hintergrund ist, das verschiedene Supermärkte damit begonnen haben Kassierer wegzurationalisieren. Das aber ist eine völlig willkürliche Aktion gegen eine bestimmte Form der wirtschaftlichen Tätigkeit. Wenn so was durchkommt, dann werden natürlich viele andere Leute auch "hier" Schreien. Beispielsweise Taxi- und Busfahrer die gegen selbst fahrende Autos- und Busse weil ihre Arbeit damit obsolet wird, so wie de vieler andere auch.

Nun sind die Schweitzer Sozialdemokraten so was wie die bei uns "die Linke", vieles Wollen - nichts können. Noch bevor die Tinte auf dem Papier trocken ist würde die Ingenieure und Investoren beginnen darüber nachzudenken, wie die Steuer minimiert werden kann. Im Fall einer nach der Zahl der Kassen bemessenen Steuer würden also versucht werden, die Zahl der Kassen zu Minimiere. Kleinere Supermärkte mit nur einer oder zwei Kasse würden - wenn sie nicht schon auf der Streichliste sind spätestens dann auf Selbige wandern. Zum Nachteil alter Menschen die nicht mehr Fahren können oder wollen und zum Nachteil der Umwelt. Auch würde man sehr Nachdrücklich bei den Kunden das Bezahlen per Smartphone und NFC durchdrücken, in dem Mann hergeht und die Preise herauf setzt und einen Saftigen NFC Rabatt definiert. Mit Bargeld klimpern kostet Zeit und Zeit ist dann wegen der Steuer bares Geld, so das die schnelle Zahlung mit dem Smartphone unbedingt präferiert werden muss. Der Datenschutz des Bargeld wird Luxus. Nur 2-3% vom Umsatz sind Erlös für das Einzelhandelsunternehmen, da muss man Firmenlenker auf jeden € Achten den man Ausgibt. Fazit: Es führt dazu das einige Supermärkte zumachen, und die anderen mehr Kunden durch eine Kasse schleusen und schon lohnt es sich wieder die Mitbarteiter an die Luft zu setzen wenn es technisch geht.

Wer nicht glaubt will was Ingenieure alles Leisten um Steuern zu vermeiden, der sehe sich den Ottomotor an. Um die Steuer gut berechnen zu Können wurde festgelegt das diese nach Hubraum berechnet wird. Je mehr Leistung aus einem Liter Hubraum geholt werden kann, desto mehr Leistung bekomme ich für die Gleiche Leistung. Waren es beim Benz Patent Motorwagen Nummer eins nur 0.58 kilo Watt/Liter so ist es heute zum Beispiel beim Yamaha YZF-R6 mit 155 kW/l bei einem Saugmotor. In der Formel 1 wurden sogar mit Turboladern und Spezialkraftstoff Werte um 625 kilo Watt/Liter erreicht. Benutzt man eine Lachgasanlage - und ja es gibt eine mit allgemeiner Betriebsgenehmigung - dann kann man noch mal 60% drauflegen. Bezogen auf die Leistung des Gerätes wurde die Steuer also marginalisiert.

Quelle: Patentschrift von Benz 1886

Man müsste also die Steuern ständig aktualisieren, und es würde ein Hoffnungsloses Caos Katz und Maus Spiele beginnen. Aber es gibt eine Maßeinheit, mit der man Maschinen einheitlich besteuern kann. Ud das ist die Wertschöpfung. Wenn also ein Produkt oder Zwischenprodukt durch eine Maschine geht und damit eine Wertschöpfung verbunden ist, dann wäre das eine Steuergrundlage für eine Maschinensteuer. Nur diese Steuer gibt es schon, es ist die Umsatzsteuer. Früher wurde sie Mehrwertsteuer genannt, was es meines Erachtens besser Trifft, denn der Unternehmer muss zwar für jeden Euro den er Einnimmt 19¢ zusätzlich für das Finanzamt in Rechnung stelle, nur ist er Befugt jeden € den er für das Finanzamt anderer Unternehmer zahlt vorher abzuziehen. Das nennt sich dann Vorsteuer. Gibt er mehr Aus als er für sein Finanzamt einnimmt - zum Beispiel weil er in einem Monat eine teure Maschine erworben hat, dann bekommt er sogar diese Steuer vom Finanzamt zeitnah zurück.

Wenn ein Unternehmer Arbeitslöhne zahlt, dann sind die Ohne Mehrwehrsteuer. Den Mehrwert den der Arbeitnehmer erbringt muss der Unternehmer versteuern wie den Mehrwert den eine Maschine erbringt. Meine Linke Freunde werden jetzt wohl wieder schreien, dann Lasst uns einen Maschinen MWST Satz definieren der ausreichend hoch ist. Das ist aber auch wieder ein Flachzangen Idee, weil Produkte in einem Unternehmen typischerweise eine Aneinanderreihung von Maschinenellen und Manuellen Schritten durchläuft. Das Problem ist, eine getrennter Steuersatz würde erfordern das immer ein Preisschild auf dem Produkt klebt. Das ist aber erst mal nicht der Fall und kann vom Unternehmer "gestaltet" werden. Beispiel Apple: Nur 40% der Kosten für ein Apple gerät gehen für Hardware drauf. Der Konzern - der um eine günstige Steuerauslegung nie verlege ist - wird Argumentieren: Die Hardware auf der Produktionsstraße ist billig, demzufolge ist der Mehrwert gering ... erst im Manuellen Verkauf wird daraus ... dank der Markenrechte, Software und Patente, ein teuer Apple Rechner. Der Vertrieb erfolgt dann durch Amazon wieder durch Maschinen, aber da ist das meiste Vorsteuer an Apple. Deren Mehrwert ist auch, wie bei anderen Einzelhändlern, extrem gering.

Die Lösung des Problems liegt in der Behandlung von Selbständigen. Die Müssen - obschon sie z.B als Architekt auch nur ihre Arbeitskraft verkaufen - den Mehrwert ihrer Arbeit ermitteln und Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer bezahlen, den ihr "Lohn" ist "Umsatz" (im Fall eines Freiberuflers eines ein Mann Un Unternehmens). Es gibt zwar auch hier eine Art Freigrenze, nur diese Freigrenze. Nur die Funktioniert andere. Der Unternehmer der weniger als 20000€ / Jahr verdient ist ein Kleinunternehmer und der darf Rechnungen Schreiben ohne Umsatzsteuer. Ein Preisvorteil aber nur beim Privatkunden. Außerdem kann er keine Vorsteuer geltend machen, es lohnt sich nur bei Unternehmensideen die auf viel Arbeit und wenig Materialeinsatz basieren. Denn verkauft er an Unternehmen, dann wird Wird für den geleisteten Mehrwert seiner Einkäufe 2 x Mehrwertsteuer fällig. Einmal wenn er das Produkt einkauft, z.B bei Obi und ein Weiteres Mal bei dem Unternehmer der sein Kunde ist, weil seine Leistung ohne Ausgewiesene Umsatzsteuer eben nicht dem Vorsteuerabzug unterliegt. Insofern wird auf dem Mehrwert ein weiteres Mal Umsatzsteuer abgeführt. Ein weiteres Problem ist, das man sich einen Großauftrag einfangen könnte, der einen über die Freigrenze katapultiert, und dann entsteht ein Furchtbares Problem mit dem Übergang weil alle Rechnung ja ohne Steuer ausgewiesen sind.

Alleine das ist schon schlecht. Mann sollte auch als Kleinunternehmer die 19% für Kunden ausweisen dürfen, um auch bei Geschäftskunden keinen Systematischen Nachteil zu Haben und dafür einen Freibetrag haben, für den man die Mehrwertsteuer nicht abführen muss. Will man Vorsteuer geltend machen, dann muss man sich darauf festlegen lassen, die Mehrwertsteuer auch zu Erklären, was man auch jetzt als Kleinunternehmer nicht brauch. Wenn man die Umsatzsteuer als mehr als Wertschöpfungssteuer sieht, so ist nicht einzusehen, warum ein Arbeitnehmer seine Wertschöpfung nicht selber versteuern muss. Das würden dann 19% mehr Geld in der Kasse werden, das Dort auch Verbleiben würde für den Anteil der unter dem Persönlichen Freibetrag von z.B. jetzt 19% * 20000€ / Jahr = 3800 € pro Jahr fällt. Allerdings gibt es ein Haar in der Suppe: Der Staat nimmt, weil dieses Geld von den Unternehmern als Vorsteuer verbucht werden könnte, exakt die Gleiche Summe weniger ein, und Müsste die Mehrwertsteuer entsprechend erhöhen, so das die Preise auch anziehen.

Was ist der Vorteil der Regelung? Man bekommt mit MWST Freibetrag + Satz und EKST Freibetrag + Satz (oder im Moment sind es ja Sätze wegen der Progressiven Besteuerung was bei der Quellenbesteuerung aus mehren Quellen immer eine Problem ist) ein Mittel in die Hand, die Besteuerung der Wertschöpfung sauber zwischen Maschinen und Menschen ausbalancieren. Wer jetzt 100000€ Ausgaben für Angestellte einspart - es ist weit mehr als das Brutto wegen Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung und Arbeitgeberauflagen wie Versicherungen und ähnliches - der kann für 119000€ Maschinen kaufen, denn die 19000€ bekommt er als Vorsteuer direkt vom Finanzamt aufs Konto. Das würde anderes werden. Wer 100000€ bei Menschen einspart, der kann auch nur 100000€ für Maschinen ausgeben, den beides enthält eben Vorsteuer, weil eben beides als "externe" Wertschöpfung gilt. Jetzt ist die Mehrwertsteuer als Umsatzsteuer so gebaut, das eine Erhöhung Formal den Privatmann trifft. Das wäre nach der Umstellung nur mehr Anteilig bei denjenigen so, die Ihre Freigrenze der Mehrwertsteuer auf ihre Arbeit ausgeschöpft haben. Bei allen anderen gibt es bei 1% Mehr MWST auch 1% Mehr Geld. Somit kann dann die Steuerlast damit sukzessive von Einkommen auf Wertschöpfung Sozial verträglich verlagert werden.

14 Juni 2017

Das Trump Phänomen anschaulich erklärt ...

Im letzten Jahr haben sich viele Gewundert, wie es möglich ist ein Chaot wie Trump zum US-Präsident gewählt werden konnte. Mittlerweile müssen sich die Amis daran gewöhnen, das die Regierungsstatements ihrer eigenen Regierung kaum von denen aus Pjöngjang, der ehemaligen Sowjetunion oder einer x-beliebigen Bananenrepublik unterscheiden.



Wie konte es so weit kommen? Viele haben darüber schon viel mehr oder weniger Kluges geschrieben. Ich will das Problem einfach mal mit einem kurzen Schlaglicht beleuchten. Um das Jahr 2012 war die Piratenpartei - in der ich auch als Aktivist tätig war - in aller Munde. Es gab vier Einzügen in die Länderparlamente von Berlin, Saarland, NRW und Schleswig Holstein. Von da an ging es mit der Partei kontinuierlich abwärts. Über die Gründe - wie das das versprochene und anfangs gefeierte Demokratieupdate das letztendlich nur eine recht frühe halbfertige alfa version war an der nicht weiterentwickelt wurde - habe ich etliche mahle was geschrieben.

Das ist hier aber nicht der Punkt. Tatsache ist, das das Presseecho über die Pläne, Ideen, und Aktivitäten der Partei sehr schnell gefallen ist und seit Jahren von Null fast kaum messbar verschieden ist.

Jetzt ist folgendes Passiert: In München hat ein offensichtlich psychisch gestörtes Subjekt einen Polizisten die Dienstwaffe entwendet (ok das sollte nicht passieren gibt es nicht mittlerweile Signaturwaffen die nur vom rechtmäßigen Nutzer einer Waffe abgefeuert werden können) und hat damit der 26 jährigen Kollegin des Polizisten in den Kopf geschossen. Die junge Frau schwebt weiter in akuter Lebensgefahr. Daneben wurden auch zwei Passanten an den Extremitäten verletzt. So weit so schlecht, weitere Details gibt es hier.

Jetzt hat ein Mitglied der Piratenpartei welches auf der Kandidatenliste für den Bundestag aus dem Land Brandenburg steht sich völlig iakzeptabel zu dem Vorfall geäußert: Thomas Goede twitterte: „So ein Tag, so wunderschön wie heute. Weg mit dem Bullendreck. Ich mach mal den Champus auf #ACAB“. Selbst wenn er persönlich schlechte Erfahrungen mit Polizisten wie z.B. jenen gemacht haben sollte ... dass das inakzeptabel ist bedarf keiner Diskussion. Die Landesliste wird zurückgezogen. Für die Partei ist das ein erhebliches Ärgernis. Mann kann keine Kandidaten von der Liste Streichen, noch kann ein Kandidat von der Kandidatur zurücktreten, und das obwohl es dafür auch sehr sinnvolle Beispiele gäbe, etwa eine Person deren Eltern oder Kinder plötzlich schwer erkrankt sind und wo von vornherein dann klar ist, das er oder sie nach einem Tag als Abgeordneter zurücktreten wird und einer Nachrücken wird. Um die Person von der Liste zu entfernen ist es erforderlich die Komplette Liste zurückzuziehen, eine neue mit einem neuen Parteitag aufzustellen. Damit nicht genug, kleine Parteien die in keinem Landtag vertreten sind müssen 2000 sogenannte Unterstützerunterschriften bis zu einem fest vorgegebenen Termin sammeln, und die 25% Arbeit die man schon erledigt hat kann man auch abschreiben. Da die Partei an sich laut beobachtbarer Meinung der Presse nicht Beachtenswert ist, müsste dieser Vorfall und seine Konsequenzen logischer weiße an sich auch nicht weiter Beachtenswert sein. Ein Vergleich zu den Kandidaten von zum Beispiel der NPD ist hier hilfreich für die Einordnung.

Das Problem: Dieser Mensch hat es mit seiner Twitter Aktion in die Hauptnachrichtenseite geschafft.

Ein Coup wie er auch für Trump typisch ist



Leider wirkt eine solche Promotion im Demokratischen Sinn auch Positiv nach, in dem Sinne wie zum Beispiel "Oh die gibt es Noch, was machen die Eigentlich so?". Von vielen Stars und Sternchen wird ja gerne mal Kolportiert, daß die eine oder andere kontroverse Aktion in der Öffentlichkeit rein dem PR bedarf geschuldet ist. Bei so einer wirksamen negativ Selektion der Wahrnehmung darf man sich nicht darüber beschweren, das Leute wie Trump US Präsident werden oder andere Populisten so Dinge wie den Brexit im Plebiszit durchdrücken.

Für die Piraten muss die Lehre aus dem Desaster sein, das es erst mal an sich völlig Egal ist was sie für eine sinnvolle Politik halten, sondern das Alleine nur der Nachrichtenwert zählt. Also sollten sich Piraten überlegen, wie sie mit Moderner Technik relevante und ansonsten schlecht zugängliche Nachrichten schnell und zuverlässig sammeln und diese dann publizieren welche dann von der Presse - unter Angabe der Quelle - zitiert werden müssen um ihrer Chronisten Pflicht zu genügen.

Vor hier aus der schwer Verletzten jungen Polizisten alles Gute und die beste Wünsche für den schweren Weg zu eine hoffentlich weitestgehende Genesung.

12 Juni 2017

Der ausgemachte Unfug mit den Sofortüberweisungen

Wenn jemand was im Internet bestellt, dann möchte er das Gut in aller Regel so schnell wie möglich bekommen. Da es im Internet aber sehr viele Betrüger gibt, ist es dort usus, das ein Händler die Ware erst raus schickt, wenn er sich des Geldes des Käufers sicher ist. Das wirft natürlich die Frage nach der Zuverlässigkeit des Händlers auf. Aber das Problem ist zufriedenstellend gelöst. Entweder indem der Händler so groß ist, das man ihn kennt, z.B. Amazon. Oder aber er Händler verkauft über ein Portal, wie etwa E-Bay, das über ein Bewertungssystem den Händler Reputation zuweist - und dafür sogar eine Geld zurück Garantie übernimmt. Will ein Händler ganz ohne Plattform auskommen, so kann er auch einen Externen Dienstleister wie "Trusted Shop" mit der Versicherung bei Nichtlieferung beauftragen.

Die älteste Lösung für das Zahlungsproblem ist die Kreditkarte. Diese machte es schon Offline möglich, mit seinem Namen instantan zu bezahlen, und das ging natürlich von Anfang an auch Online. Aber die Sache hatte - zumindest am Anfang - den Haken, das dies eine gewisse "Bonität" des Kunden erforderte. War diese nicht gegeben, so hatte der Betreffende schlicht keine Kreditkarte, weil er nicht Kreditwürdig war. Das hat sich mittlerweile auch geändert, da die Kreditkartenannahmestellen mittlerweile alle Online sind, und somit auch Guthaben Karten möglich sind - wobei es einerlei ist ob das Guthaben eingezahlt werden muss oder sich in soweit die jeweilige Bank am verfahren beteiligt auf einem Girokonto liegt.

Parallel dazu etablierte sich der Dienst Paypal, welcher den Vorteil hat, das man nicht nur instantan sicher sein kann einen Mittelzufluss in gewünschter Höhe zu haben wie das bei der Kreditkarte der Fall ist, sondern dieses Guthaben kann sofort für eigene Einkäufe sofort wieder genutzt werden. Da fragt man sich, warum ist das bei den Banken nicht auch so, technisch ginge das doch. Nun, bei Paypal ist so viel Geld im System, wie die Summe der Konten ausmacht. Wenn alle Abheben, kein Problem. Bei Banken ist das nicht so. Die Verleihen das Geld zum Teil weiter und haben eben nicht so viel Geld im Haus wie auf den Konten ist.

Eine weitere alternative sind natürlich Cryptowährungen wie der Bitcoin. Dort kann auch über eingegangenes Geld sofort wieder verfügt werden, allerdings ist hier das Problem, das diese es sich um eine Eigene Währung handelt, die natürlich einem Wechselkursrisiko unterliegt. Solange nur einzelne Leistungen mit dieser Währung vergütet werden, ist das mit ständigen Anpassungen des Preises verbunden.

Bei all dieser Konkurrenz ist es nicht verwunderlich, das die Banken über eigene Produkte nachdenken, die ebenfalls dem Zahlungsempfänger sofort eine Zahlung zusichern ... auch wenn das bei Banken aus den oben genannten Gründen immer Tage dauert. Als Beispiel sei hier das Produkt PayDirect genannt. Aber auch von Seiten der Händler besteht ein Interesse auf einen Rückgriff auf ein Überspannungsgeschütztes Verfahren. Das Problem ist, das alle oben Vorgestellten Verfahren - auch das Paypal - auch auf Kreditkarten zurückgreifen. Diese haben aber traditionell eine Marge für den Anbieter welcher dieser auch braucht, wegen der definitionsgemäß immer möglichen Kreditausfälle. Zwar ist dieses bei "Guthaben Karten" nicht vorhanden, trotzdem kostet die Zahlung Geld. Es wird argumentiert das dieses die Ausnahmen sind, und eh nur die Kunde repräsentieren, deren Umsatz eher geringer ist. Demzufolge haben die Händler Transaktionsgebühren im Prozent Bereich als Kosten. Bei Paypal sind das zwischen 0,5% und 2,5% des Übertragenen Geldes je nach dem was man macht + ca 0,35€ fest. Als Beispiel für solche günstigen - auf die Bedürfnisse der Händler abgestimmten - Systeme sei hier Sofortüberweisung genannt.



Ich habe keine Bedenken das die Leute bei Sofort überweisen in Kooperation mit den Banken verantwortungsvoll mit den Kundendaten umgehen und diese zwischen state off the Art geschützten Rechnern sicher Verschlüsselt übertragen. Der Schwachpunkt ist wie meist auch hier ob der Rechner des Kunden gut geschützt ist. Aber das Problem sehe ich ganz wo anderes:

Das technische Vorgehen entspricht dem des Pfischings und ist insofern für den Verbraucher nicht von Diesem zu Unterscheiden


Was, so frage ich mich, sollte einen Cyber Kriminellen daran hindern, mittels Script einen Wegwerf Onlineshop zu erstellen, der nach dem Einkauf den Kunden zu einen Zahlungsmauslösungsservice weiterzuleiten, der auch auf einer Wegwerfdomain beruht, und in welcher der Kunde seine Kontonummer, Pin und iTan oder was auch immer er für sein Bankkonto braucht eingeben soll. Das es ein unbekannter Service ist, das ist ja mit dem neuen Gesetz welches Banken zur Mitarbeit bei solchen Veranstaltungen zwingt nicht weiter verwunderlich. Das neue Gesetz ist geradezu eine Institutionalisierung des Pfischings. Dann würde der Geschädigte nicht nur seine Wahre nicht bekommen, sondern sein Konto würde ganz geschmeidig bis zum Anschlag abgeräumt.

So ist das Inakzeptabel, die Parameter müssen an die Bank übergeben werden


Der online Bankkunde muss, was sein Kontodaten Angeht sich immer nur mit der Bank in Verbindung setzen. Und das muss direkt geschehen, damit er sich auf das HTTPS verlassen kann das er wirklich mit der Bank kommuniziert, und nicht mit irgendeinem Hacker.

Wenn also ein Händler gleich wissen will, das er die X€ für den Warenkorb bekommt, dann kann er wie bisher einen Zahlungsauslösedienst wie Sofortüberweisung.de aufrufen. Dieser muss dann aber die Daten (Wieviel an wenn, wie zu Bezahlen ist) an die Bank des Kunden senden, und den Kunden auffordern sich wie gehabt bei seiner Bank einzuloggen. Die Bank muss dann eine Sonderseite öffnen, das eine Sofortüberweisung von X€ an Händler Y ansteht, die der Kunde durchführe oder verwerfen kann. Das Ergebnis teilt die Bank dem Zahlungsauslösedienst mit und der wieder teilt dem Händler mit ob er sein Geld bekommt und der Auftrag damit abgeschickt ist. So und nur so ist diese Funktionalität für den Verbraucher von einem Pfisching unterscheidbar.



30 April 2017

Warum Erdogan die Wikipedia sperrt ... und warum das für Zukünftige Investitionen in die Türkei relevant ist.

Am Samstag hat die türkische Regierung den Zugriff auf die Wikipedia ohne Angaben von Gründen sperren lassen. So passiert Web Seiten mit social Media Kontent wie Facebook, Twitter und Youtube in der Türkei immer wieder.

Aber die Wikipdia zu sperren hat wesentlich weitreichendere Folgen. Der Brockhaus zum Beispiel war über 200 Jahre das führende Nachlagewerk in Deutschland. Es wurde 2008 nach 21 Auflagen vom Herausgeber Eingestellt, weil die Markdominanz der Wikipedia zu groß wurde.

Was macht den Charme der Wikipedia aus? Zum einen sind die fachspezifischen Artikel in den Natur und Ingenieurwissenschaften unglaublich gut, weil jeder zu seinem Fachgebiet niederschwellig einen Beitrag leisten kann und Fehler oder Missverständnisse ausräumen kann. Dann ist da die Aktualität der Beiträge. Wenn etwas zu einem Thema publiziert wird, dann dauert es mitunter nur Minuten bis es Eingang in die Wikipedia findet. Und das alles ist kostenfrei zugänglich. Das ist ein mal gut für das Portemonnaie dessen der etwas wissen will, zum anderen führt da aber auch dazu das die Suchmaschinen des Internets die Artikel in ihre Betrachtungen einbeziehen, und einem so das auffinden Themen relevanter extrem erleichtern.

Es ist kaum anzunehmen das der Erfolg der Türkischen Wikipedia geringer ist als der der deutschen. Zwar könnte bei dauerhafter Aufrechterhaltung eines solchen Verbots wieder ein Türkischer Verlag eine Enzyklopädie auf den Markt bringen. Aber egal ob Offline auf Papier, Offline auf DVD oder Online hinter einer Bezahlschranke, weder kann die Aktualität und Breite des Angebots mit akzeptablen Aufwand aufrecht erhalten werden, noch werden solche Angebote von den Suchmaschinen unterstützt werden, die nur die öffentlich zugängliche Informationen indexieren.

Wenn die Wikipedia gesperrt ist, dann wird es ohne Frage schwieriger Probleme zu Löse welches detailliertes Fachwissen erfordern. Und jedes nicht gelöste Problem eines Menschen in einem Land - egal ob beruflich oder privat - ist eine mehr oder Weniger große Belastung für die Betroffene Volkswirtschaft. Wenn also z.B. Unternehmer in der Türkei investieren wollen, dann können sie nicht einfach ihren dortigen Mitarbeitern diesen Zugang über ein Firmen internes Netz verschaffen. Das würde der Türkisch Staat höchstwahrscheinlich als Verstoß gegen das Medienrecht werten, und die lokalen leitenden Mitarbeiter sanktionieren.

Was hat den nun den Zorn des Recep Tayyip Erdoğan erregt? Entweder sind es Artikel die sachlich Ungereimtheiten seiner Amtsführung offen legen wie die Vorkommnisse rund um das Referendum. Das eine Wahlurne mit 300 Stimmen nur ja Stimmen enthält ist bei einer 50:50 Entscheidung unabhängiger Individuen unwahrscheinlicher als 1 zu Anzahl der Atome im Universum - also de facto Ausgeschlossen. Über 900 Urnen mit nur Ja Stimmen hat es bei dem Referendum gegeben. Da ist viel Faul bei dem Referendum, Ich gehe von seiner Nichtigkeit aus.

Nach dem Referendum wurde "sein Wikipedia Eintrag" von Unbekannten getrollt. Bei den Reaktionen des Recep Tayyip Erdoğan in der Verganngeheit halte ich das als Grund durchaus auch für plausibel.


Wie erinnern uns - die Extra-3 Affäre

Die Satiresendung Extra-3 hat die Ungereimtheiten in Erdogans Politik humoristisch zusammengefasst.



Worauf die Türkei offiziell durch den Botschafter eine Intervention der Bundesregierung gefordert hat. Diese hat das schräge Anliegen unbürokratisch abgebügelt. In der Folge hat das Neo Magazin Royale des Satirikers Jan Böhmermann sich des Themas bemächtigt, und in einem Beitrag das als "Böhmermann Gedicht" berümt geworden ist dargestellt, wo die Grenze zu Schmähkritik ist. Daraufhin wurde von Recep Tayyip Erdoğan verschiedene Straf und Zivilrechtliche Schritte unternommen. Während Strafrechtlich nichts dabei raus gekommen ist, wurde Böhmermann zivilrechtlich verurteilt, einniges nicht mehr zu Wiederholen. Dankenswerterweise wurde das Gedicht aber vom Unionpolitiker Detlef Seif im deutschen Bundestag in öffendlicher Sitzung innerhalb einer Rede zum Strafrechtsparagrafen der Majestätsbeleidigung verlesen ... und damit jeglicher Zensur entzogen:



Die damalige Reaktion lässt die Annahme zu das Erdogan seinem Land ausschließlich aus Persönlichen Gründen extrem Schadet. Die Frage nach wirtschaftlicher Unterstützung der Türkei durch Deutschland kann in diesem Hintergrund nur kritisch ablehnend bewertet werden. Extra 3 trifft auch hier mal wieder den Nagel auf dem Kopf:

26 April 2017

Wie umgehen mit "Stealhing" - Wenn Männer absichtlich beim Sex das Kondom abziehen

Es ist im Grenzbereich der Vergewaltigung. Wenn Männer einvernehmlich und mit Kondom Sex mit einer Frau anfangen, und dann so unauffällig wie Möglich das Kondom zu entfernen um die Frau zu schwängern. Zu dieser Problematik hat Alexandra Brodsky eine Studie verfasst, in der Sie das Thema Beleuchtet.

Das schwedische Modell

In Schweden gibt es eine Strafandrohung für dieses Delikt. Es ist genau die Art Vergewaltigung, die Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks vorgeworfen wird. Egal wie man zu Wikileaks steht, man wird zugeben müssen, das dieses Delikt zweifelsohne eines der am besten geeigneten ist, es im Rahmen einer geheimdienstlichen Aktion zur Diskreditierung als feindlich betrachteter Personen unterzuschieben. Der Vorwurf kam einen Tag nachdem die damals starke schwedische Piratenpartei Wikileaks ihre Server als Frontend angeboten hatte. Der Haftbefehl wurde nach einem Tag aufgehoben, da die Ermittlungsbehörde den Vorwurf der Vergewaltigung als unbegründet ansah. Als bekannt wurde das Assage in Schweden Asyl beantragt hat, wurde es wieder aufgegriffen.

Auch die Schweiz scheint eine entsprechende Regelung zu haben: Dort wurde ein Franzose wegen des Abziehen des Kondoms zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Das Problem: Kann die Einwilligung zum Sex an Bedingungen geknüpft werden?

Wenn ein Rechtssystem es zulässt das die Einwilligung zum Geschlechtsverkehr an Bedingungen geknüpft werden kann, dann bekommen eine ganze Menge an tatsächlichen oder vermeidlichen Täuschungen den Charakter einer Vergewaltigung. So kann man zum Beispiel in Israel wegen Vergewaltigung belangt werden, wenn man seine Religion nicht korrekt offenbart.

Aber auch ganz andere Konstellation sind Denkbar wie:
Wäh du hast mich vergewaltigt weil
  • deine Rolex ist nicht echt!
  • das war ja gar nicht dein Haus, das war das Haus deines Onkels
  • dein Ferraris ist ja nur Gemietet
  • du hast das viele Geld bei einer Pferdewette gewonnen
  • ...


Da ich alle diese Vorwürfe hier für prinzipiell nicht Schutzwürdig halte, bin ich der Meinung, das die Einwilligung zum Sex nach wie vor unteilbar bleiben sollte, und Sex eben dazu führen kann das ein Kind entsteht. Insbesondere deshalb weil sich sonst die Frage nach der Indikation zur Abtreibung in all den oben dargestellten Fällen stellt.

Ist es Körperletzung

Ja kann es sein, aber nur wenn der Täter um seine Erkrankung weiß. In dieser Konstellation hat es bei uns Verurteilungen wegen Sex ohne Kondom gegeben.

Lösungsansatz: Straftatbestand der vorsätzlichen Gefährdung

Es gib eine ganze Reihe von Straftatbeständen, die sich mit dem heraufbeschwören von Gefahren befassen.

§ 315
Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr

(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet,
3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter
1. in der Absicht handelt,
a) einen Unglücksfall herbeizuführen oder
b) eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, oder
2. durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

(5) Wer in den Fällen des Absatzes 1 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(6) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr

(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet,
3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter
1. in der Absicht handelt,
a) einen Unglücksfall herbeizuführen oder
b) eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, oder
2. durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

(5) Wer in den Fällen des Absatzes 1 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(6) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


oder

§ 315b
Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

(1) Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet oder
3. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Handelt der Täter unter den Voraussetzungen des § 315 Abs. 3, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

(4) Wer in den Fällen des Absatzes 1 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(5) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


In der Systematik dieser Strafandrohung könnte man eine zusätzliche Aufnehmen, die sich gegen vorsätzliche potentiell lebensgefährliche Behandlungen richtet und auch dann Greift, wenn zufällig kein oder nur minimaler Schaden eingetreten ist. Eine solche Strafvorschrift ist ohnehin nötig, wie dieses glanzstück menschlichen Verhaltens zeigt.



Im übrigen wäre so eine Vorschrift auch Anker für die Einhaltung Seuchen rechtlicher Quarantänemasnahmen, was im Moment wieder wo anderes geregelt ist ...

Reicht das aus, um Stealhing wirksam zu verhindern? Ich denke, die meisten Männer wissen selber gar nicht, ob sie eine Gefahr darstellen, sie können sich also auch nicht darauf berufen, das sie keine Währen. Im zweifel müssten sie es Belegen, z.B. mit dem Vorhandensein eines ärztlichen Attest, das nicht älter ist als der letzte Geschlechtsverkehrs. Und selbst dann bleibt das Restrisiko noch unerforschter Krankheitsverursacher wie zum Beispiel solche die wie die langsam agierenden krebserregende Papillomaviren vorgehen und gefährliche Komplikationen erzeugen.


Nachtrag: Wenn das Weglassen eines Kondoms wegen einer ungewollter Schwangerschaften als Bruch des Einverständnisses zum Sex gewertet wird, und damit als Vergewaltigung, dann muss das folgerichtiger Weiße auch für Frauen gelten, die Sex haben und vorgeben die Pille oder andere interne Kontrazeptiva zu nutzen ohne das dieses überhaupt der Fall ist. Auch das müsste dann als Vergewaltigung - in dem Fall des Mannes - gelten, mit allen Folgen die das im Normalfall hätte.




23 April 2017

Staaten mit einem Präsidenten als "Starken Mann oder Frau" sollten ihre Verfassung ändern

In Frankreich wurde gewählt. Das Prinzip der Wahl in Frankreich ist recht einfach. Im ersten Wahlgang soll jeder Wählen wen er für er den richtigen hält, im Zweiten Wahlgang wird dann zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten im Wege einer Stichwahl entschieden. Das findet sich so in vielen Verfassungen, zum Beispiel auch in Österreich.

Da klappte eine halbes Jahrhundert in Frankreich recht gut. Wenn aber die Nation in eine politisch zerrissenen Zustand kommt kann es sein, das sich die Wähler sehr gleichmäßig auf die Kandidaten verteilen. In Frankreich ist eine zweistellige Zahl von Kandidaten angetreten, so das im Extremfall Kandidaten die 21% der Bevölkerung präferieren in die Stichwahl kommen.

Und das können dann auch sehr schräge, für weite Teile der Bevölkerung inakzeptable Kandidaten sein. Beispiel: Ein Kandidat der die Scharia einführen will und ein Kandidat der einen orthodoxen jüdischen Gottesstaat errichten will. Und das ist gar nicht so abwegig wie es klingt. Schauen wir uns dazu das Wahlergebnis an:


Die Le-Pen, eine veritable Nazi-Braut, kommt auf Rang 2, und Jean-Luc Mélenchon auf Rang 4. Mit 5% weniger für Macron die anstellen Mélenchon wählen, dann hätte Frankreich in der Stichwahl zwischen zwei national extremistischen Kandidaten von rechts und links wählen müssen die für eine Bevölkerungsmehrheit inakzeptable gewesen wären. Sie hätten zusammen nur 45,5% der Bewölkung hinter sich gebracht, wären im übrigen aber Sektierer.

Von daher schlage ich folge Verfassungsänderung vor:
  • Es wird gewählt bis ein Kandidat die absolute Mehrheit der gültigen abgegeben Stimmen erlangt.
  • Erreicht keiner der Kandidaten in einem Wahlgang die absolute Mehrheit, so kommen die erfolgreichsten Kandidaten die zusammen eine Absolute Mehrheit erlangt haben in die nächste Runde


In den meisten fällen macht das keinen Unterschied, aber in den oben beschrieben Fall würde das zu einer Zwischenwahl mit 3 Kandidaten führen, so das neben Nazis und Kommunisten ein Dritter Kandidat der Mitte nicht vorzeitig ausscheidet. Derweil:

Merci France!

Vive l'France!

Vive l'Europe!




Zum Glück haben Franzosen einfach ein Gespür für Politik ... wie anderes konnte es auch sein das eine im Krieg völlig überrollte und am Boden liegende Nation quasi über Nacht zur Sieger- und UN-Veto-macht wird! Mit politisch ideologischen Dumpfbaken ist so was jedenfalls nicht möglich. Dafür geniest Frankreich und die Franzosen meine uneingeschränkte Bewunderung.

12 Februar 2017

Ja man müsste mit verschränkten Photonen Informationen mit Überlichtgeschwindigkeit übertragen können .... TCP/IP mit WARP Speed

Instantane Synchronisation in der Quantentheorie

Wird sind es aus der Alltagserfahrung gewohnt physikalische Systeme vollständig beschreiben zu können.
Experimente zeigen aber, das dies für Systeme in der Größe von Atomen so nicht mehr zutrifft.
Kleine Teilchen werden vielmehr durch Wellen der Aufenthaltswahrscheinlichkeit beschrieben.
Das gilt für den Ort an dem sich ein Teilchen befindet genauso wie für die Eigenschaften eines Teilchen wie sein Impuls, sein Drehimpuls oder - im Fall des Lichtes - der Polarisierung der Photonen.

In der Quantentheorie gibt es das Phänomen, das Teilchen entstehen können, deren physikalische Eingenschaften unbekannt sind, die aber an Bedingungen für ein Kollektiv gebunden sind. Und damit wird situationsbedingt ein Teilchen an einem möglicherweisse sehr weit entfernten Ort festgelegt



Diese Verschränkung ist, so wurde gezeigt, eine instantane Syncronisation zwischen den zwei Photonen egal wie weit sie voneinander entfernt sind. Bisher ist man davon Ausgegangen, das man wegen des zufälligen Ausgang des Experiments welches die Verschränkung auflöst keine Information Übertragen kann, weil man Photonen und andere quantenmechanische Teilchen prinzipiell nicht kopieren kann!



Um die Information zu übertragen muss man mit einem Photon auskommen.

Was bisher nie versucht worden ist, Information aus einem Photon mit den Mitteln der Quantenmechanik auszulesen, ohne eine 'Messung' durchzuführen. Wenn Alice ihre Nachricht dadurch sendet, das sie ihr verschränktes Photon bei einer 1 horizontal vermisst. Sie wird dann mit 50% Chance feststellen, das beide Photonen horizontal polarisiert sind und mit 50% Chance feststellen, das beide Photonen vertikal polarisiert sind. Will eine Alice eine 0 senden, dann wird Sie ihr Photon mit einer diagonalen Polarisation Messen und damit dann 50:50 feststellen, ob das Photon von links unten nach rechts oben polarisiert ist oder rechts unten nach links oben, aber eben auch das Photon bei Bob in diese diagonale Konfiguration bringen.

Wie kann Bob, der Empfänger der Nachricht, diese nun entschlüsseln. Mit einem Detektor für Polarisation jedenfalls nicht, das ist mathematisch ausgeschlossen worden, weil Bob das Photon nicht Kopieren kann um dann einen statistischen Test zu machen. Könnte er das Photon replizieren, würde er es so lange abwechseln horizontal oder diagonal vermessen bis es sich durch eine Abweichende Messung verrät, wie es von Alice konditioniert wurde.

Was aber wenn Bob anstelle eines Polarisationsfilters im obigen Versuchsaufbau welches eine Messung am Photon vornimmt, ein Mach Zehnder Interferometer mit Quantenradierer aufbaut?



Wenn Alice eine 1 sendet, dann konditioniert sie ihre Photonen, und damit auch die Photonen bei Bob, auf horizontale oder vertikale Polarisation. Sie kann zwar nicht festlegen welche Polarisation sie haben will, das ist aber auch völlig Egal. Die Photonen werden im Interferometer entweder den oberen oder den unteren Weg nehmen. Es wird insbesondere keine Interferenz auftreten und die Photonen erreicht den Quantenradierer und 50% danach den Detektor. Was passiert wenn Alice eine 0 sendet und ihre Potonen und damit auch die vonn Bob diagonal konditioniert?



Dann wird die Wellenfunktion Bobs Photon am Beamsplitter 50:50 aufsplitten und das Photon wird am Punkt des Diagonalem Polarisationsfilter welcher als Quantenradirer für die welcher Weg Information des Interferometers mit sich selbst Interferieren. Ist das Interferometer auf Auslöschung abgeglichen, so werden die Photonen den Detektor an orten destruktiver Interferenz nie erreichen und Bob empfängt die 0.

Bob wird also 0 und 1 mit einer Irrtumswarscheinlichkeit von 1 : 2 hoch Anzahl der Photonen pro Bit erkennen. Wegen des thermischen rauschen haben auch klassische Übertragungssysteme eine Irrtums- und Ausfallwahrscheinlichkeit. Damit können etablierte Netzwerkprotokolle hervorragend umgehen.

Krass, was für Konsequenzen hätte das?

Zum einen wäre die Besiedlung des Weltraums um vieles Leichter. Die Roundtrip Zeiten auch nur zu anderen Planeten sind so lang, das keine Dialogkommunikation mehr möglich ist. Wenn Sie ihre Verwandten auf dem Mars anrufen, dann können sie zwischen der Frage "Hallo Tom wie geht es dir" und der Antwort "Danke gut und dir" kann man getrost Mittag essen, weil dafür braucht man in der Regel keine 40 Minuten. Ein Ping zu den Voyager Sonden - den am weitesten entfernten funktionsfähigen Computersystemen - dauert über einen Tag.

Technisch ist dafür ein Mittlersystem nötig, welches von einem Ort der von beiden Orten zwischen denen eine Verbindung aufgebaut werden soll jeweils strahlen verschränkter Photonen entsendet. Das kann im Fall des Sonnensystems zum Beispiel Sonden sein, welche sich auf der Achse der Umlaufbahn der Planeten um die Sonnen von jener entfernen. Mit je zwei solcher Sonden - eine erzeugt 2 strahlen - eine Strahl wird direkt der andre Strahl über den Umweg über die andere Sonde ins Ziel gelenkt - ist eine Stahlführung möglich, welche gleiche Laufzeiten zu zwei Planeten haben.

Und für das Physikalische Weltbild?

Aber so etwas würde unser Physikalische Weltbild in einem Masse durcheinanderbringen, wie es bisher wohl nur bei dem Versuch von Michelson und Morley gewesen ist. Die Fragen nach dem Wesen Raum und Zeit, Zukunft und Vergangenheit und der Kette der Kausalität müsste komplett neu gestellt und beantwortet werden. Möglich das so eine Experiment den Weg weist zur Vereinheitlichung von Quanten oder Relativitätstheorie. Den beide Theorien sind sehr gut mit Beobachtungen untermauert, aber passen einfach nicht wirklich zusammen. Hier zur Erinnerung: Was machten Michelson und Morly?




Nachtrag 13.02: Da ich nach einer Formalen Beschreibung gefragt worden bin, hier die Teilaspekte.
In Ermangelung einer vollständigen formalen Beschreibung wollte ich darauf eigendlich verzichten.

Formales


Klar ist, aus dem BBO kommt |⟲>a|⟳>b + |⟳>a|⟲>b
Dann kann Allice eine Messung machen. Enweder stellt sie die Frage H oder V, dann kollabiert die Wellenfunktion (bis auf die Phase) 50:50 zu |↑>a |↑>b oder |→>a|→>b oder aber sie stellt die Frage nach der Diagonalen Polarisierung, dann passiert das gleich mit |⤤>a|⤤>b oder |⤣>a|⤣>b

Das alles läst sich sehr geschmeidig mit 4x4 Verktoren und Matrizen komplexer Zahlen zeigen unter verwendung von
|⟳>=|↑>-i |→> und |⟲>=|↑>+i |→> sowie der Drehmatritze.

Nachdem Alice ihre Messung gemacht hat habe ich im Fall einer 0 also |⤤>a|⤤>b oder |⤣>a|⤣>b und im Fall einer 1 |↑>a |↑>b oder |→>a|→>b wobei Alice aber keine Kontrolle sondern nur Kenntnis darüber hat, welche alternative kommt. So weit so klar!

Das Qunatenradiererexperiment am Mach Zehnder Interferometer für sich betrachtet funktioniert mit einzelnen Photonen und liefert bei einem Photon |↑> oder |→> keine Interferenz ... also eine 1 und bei |⤤> oder |⤣> kommt Interferenz zu Stande, die welle kann sich (entsprechende Justierung vorausgesetzt) Aufheben und ich bekomme die 0. Auch das ist unstrittig und kann an vielen Stellen nachgelesen oder als Simulation betrachtet werden. Den versuch konnte ich im Studium nicht mehr machen, das hat man später entdeckt. (Ist im Grunde nur die Bestätigung auf Einzelteichenbasis was das klassische EM Feld in der Anordnung macht.)

Und jetzt kommt der Knackpunkt: Was passiert bei der Messung also der Dekoherenz! Der Detektor selber besteht ja auch wieder aus Atomaren Teilchen ... Das konnte oder wollte mir bisher keiner wirklich Formal begründen, stattdessen kommt da immer irgendwie eine fast metaphysisch zu nennende Beschwörung des "Messens". In keiner Formalen Beschreibung wirst du finden, das der eine Arm etwas länger ist als der andere - obwohl das aus Toleranzgründen immer der Fall ist - und eine Formale Beschreibung des übriggebliebenen Photons.

Wird aus |↑>a |↑>b nach dem a den Detektor erreicht hat b zu einem simplen |↑>. Wenn ja, dann funktioniert mein WARP-TCP, wenn nicht gibt es was interessantes über Dekoherenz zu lernen!