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12 Juni 2012

Piraten, wie steht ihr zu neuen Stromleitungen?

Habe letzte Woche einen Aufruf zu einem genehmigungskritischen Statement in Punkto neuer Stromleitungen gesehen. Ich sehe solche Vorhaben sehr kritisch, zumal die Politische eher schwammig wahr. Zitat aus dem Maillisten Beitrag "... ich möchte gerne einen Text verfassen, um ihn in die 6 Monatige allgemeine Einspruchsphase für die neuen Stromtrassen einzureichen. Er soll die Möglichkeiten der dezentralen Energiewende, der Bürgernähe und die langfristige Entlastung der kommunalen Haushalte ansprechen. ..."

Öhm - das ist doch irgendwie ein schräges Anliegen. Wenn wir Ökostrom = Strom der entsteht wann es ihm passt, dann brauchen wir die Möglichkeit, Strom möglichst verlustfrei auch über grosse Strecken zu verschieben. Natürlich haben die in Süddeutschland dank über 50 Jahre non Stop CDU ein Wind und Solardefizit, das auch erst mal egalisiert werden sollte. Der Kaiserstuhl ist sehr sonnig, nicht umsonst wächst dort ein guter Wein. Dort auf den Dächern sollte sich was tun.

Aber - der Ausgleich zufälliger Lieferanten glückt umso besser, ja größer die Grundgesamtheit. Das nennt sich das Gesetz der Großen Zahlen und ist eine Beweisbare Tatsache. (Mathematik Vorlesung Stochastik II)

Außerdem kann man nicht überall Strom Speichern. Ich habe eine Ini im
LQFB geschrieben, Tagebaue nach dem Auskohlen in Stromspeicher statt in Badeseen umzuwandeln. Das wurde als Programmantrag dort mit 75% angenommen. Wirkungsgrad ist über 90% - es kann sehr viel Strom gespeichert werden (Wochen und nicht nur Stunden) der Platz ist schon geräumt und für die jetzigen Kohlekraftwerke liegen schon die passenden Leitungen.

Aber der Strom muss über ganz Deutschland verteilt werden, denn Tage baue gibt es nur da, wo es Kohle oder vergleichbare Bodenschätze gibt oder gab. Damit das flott geht mit dem Atomaustieg - einer der Explodierten Mailer, Fukushima I, sollte in den Wochen nach dem Unfalls außer Betrieb gehen! Mann sollte nicht unnötig an dem Projekt herumnörgeln, sondern wenn überhaupt, dann nur konkrete Verbesserungsvorschläge machen, z.B. Man nehme doch bitte ein altes Industriegrundstück das brachliegt anstatt ein Naturschutzgebiet platt zu machen.

Die im Mail genannten Ziele stehen meines erachten nicht im Widerspruch zum Ausbau, im Gegenteil, wenn die Leute nicht mehr planbar Arbeiten können, weil die Versorgung nur noch funktioniert, wenn lokal Strom verfügbar ist, das wird richtig teuer! Also bitte, keine grüne Nörgelpolitik von Piraten bitte.


1 Kommentar:

Markus Burrer hat gesagt…

Mhm, schau dir mal die Begriffe Schwarmstrom, Schwarmkraftwerk oder Virtuelles Kraftwerk an. Ich bin der Ansicht, dass große Teile zumindest des privaten Stromverbrauchs dezentral erzeugt werden könnten und dank KWK auch effektiver genutzt werden könnten.

Damit würde sich die Notwendigkeit von langen Stromtrassen drastisch reduzieren. Ich finde, Windkraft ist nach wie vor nicht die Lösung, so lange Transport und Speicherung nicht effizient gelöst sind.